|
|
|
|
Was man beachten sollte …………. Das Halten von Tieren darf keineswegs nur als Liebhaberei oder als ein Hobby angesehen werden, wie etwas das Markensammeln oder Basteln! Vernünftig betriebene Tierhaltung setzt voraus, dass man über die Bedürfnisse seiner Hausgenossen Bescheid weiß. Mit dem Erwerb eines Hundes übernehmen wir Verantwortung nicht für das körperliche, sondern auch für das seelische Wohl unseres neuen Mitbewohners. Der Hund als eigenständiges Wesen, das sich zwar in die Familienordnung einfügen muss, zugleich aber auch ein Anrecht auf ein artgerechtes Dasein hat, und dem wir unsere Aufmerksamkeit, unsere Zuneigung und einen guten Teil unserer Zeit schulden. Überlegen Sie bevor Sie einen Hund in Ihre Familie aufnehmen, ob der Hund auch zu Ihren Lebensgewohnheiten passt. Bei der Wahl des Gefährten sollte man auch auf rassetypische Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Hundewahl spielt das Geschlecht. Falls Sie in einer Mietwohnung leben, vergewissern Sie sich, ob Sie den Hund dort überhaupt halten dürfen. Mit der Unterzeichnung des Mietvertrages haben Sie auch ein eventuelles generelles Tierhalteverbot akzeptiert. In der Eigentumswohnung bestimmen Sie und die anderen Mieteigentümer über das Halten von Tieren im Haus. Eingewöhnung ist wichtig! In den ersten Tagen im Zusammenleben mit einem Hund oder einer Katze ist es wichtig, sich genügend Zeit zu nehmen und sich eingehend mit dem Tier zu beschäftigen. Selbstverständlich sollte man das Rauchen in den Räumen, in denen sich das Tier aufhält, einschränken und vor allem laute oder hektische Tätigkeiten meiden. Jungtiere neigen bei starkem Lärm zu Fluchtreaktionen und können oft erst nach langer Suche und unter Umständen verletzt gefunden werden. Im Garten – so vorhanden – gibt es sicherlich auch einiges weg zu räumen, was nicht unbedingt ins Maul von Hund oder Katz´ gehört. Weiters untersuchen Vorsichtige den Zaun auf Löcher! Nach dem Gesetz sind Sie für jeden Schaden, den das Tier an Personen und Gegenständen anrichtet, verantwortlich. Sie sind daher verpflichtet, Ihren Hund „ordnungsgemäß zu verwahren“. Hat ein Hund das Gefühl, von seinem Herrl geliebt zu werden und innerhalb der Familienhierarchie seinen festen Platz zu haben, dann fehlt ihm nicht mehr viel zu seinem Glück. Er braucht einen eigenen fixen Schlafplatz, der immer sauber und vor Zugluft geschützt sein muss. Lassen Sie Ihren Hund niemals auf dem kalten Steinboden schlafen, da schmerzhafte Nierenerkrankungen die Folge sein können. Empfehlenswert ist eine vom Fußboden abgesetzte Holzlade oder ein Hundekorb, allerdings nur für erwachsene Hunde anzuraten, da ein Junghund seine Milchzähne ausbeißen muss – und das tut er besonders gern an Korbwaren. Isolieren Sie Ihren Vierbeiner nicht von „seiner“ Familie! Hunde sind Kontakttiere und möchten soviel wie möglich mit ihrer „Meute“ zusammen sein. Das gilt vor allem für Jungtiere: Einen von seiner Mutter getrennten Welpen in ein leeres Zimmer zu sperren, ist Tierquälerei. Das „verlassene“ Hundekind kann leicht neurotisch werden, zumindest aber vor lauter Entsetzen und Verzweiflung seine gerade mühsam erworbene Stubenreinheit vergessen. Ein Hund muss nicht nur mehrmals am Tag ins Freie um seine Geschäfte zu erledigen, er braucht die tägliche Bewegung auch zur Gesunderhaltung seines Körpers. Mangelnde Bewegung bedeutet für ihn nicht nur unerträgliche Qual, sondern verhindert auch die normale Verdauung, was zu schweren Gesundheitsschädigungen führen kann. Der Hund braucht ein eigens für ihn zusammengestelltes, artgerechtes Futter. Speisereste, insbesondere von scharf gewürzten Gerichten, gehören nicht in den Fressnapf. Die Fütterung sollte immer zur selben Tageszeit erfolgen. Nach dem Fressen benötigt der Hund eine Ruhepause. Frisches Wasser sollte selbstverständlich immer bereit stehen! Der regelmäßige Besuch beim Tierarzt sollte für Sie und Ihren Hund eine Selbstverständlichkeit sein. Da Ihr Hund über seine Befinden nicht selbst „Auskunft geben“ kann, ist der Tierarzt für seine Diagnose – neben der eigenen Wahrnehmung – auch auf Ihre Beobachtungen angewiesen. Achten Sie auf Abweichungen vom Normalverhalten insbesondere beim Fressen und Trinken, Harnlassen und Kotabsatz, Augentrübung, Glanzverlust des Felles, vermehrtes Kratzen, Erbrechen, Veränderungen im Mund, an den Zähnen u.ä. Ein gut erzogener Hund macht nicht nur seinem Besitzer und seiner Familie Freude; er wird auch seiner Umgebung – sei es auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Restaurant – angenehm auffallen; und damit eventuellen Hundegegnern in der Nachbarschaft den Wind aus den Segeln nehmen. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Erziehung sind Geduld, Selbstdisziplin, Sympathie und Verständnis für den vierbeinigen Partner. Bestrafen Sie Ihren Hund bei der Erziehung niemals, wenn er einen Befehl verkehrt oder gar nicht ausführt. Auf die Dauer würde er die Strafe mit dem Befehl verbinden – also genau das Gegenteil von dem, was Sie erreichen wollen. Loben und Streicheln Sie ihn stattdessen, da er für Zärtlichkeiten schwärmt, hat er bald verstanden, was Sie von ihm wollen! Wenn Katzenbesitzer Urlaubspläne schmieden, sollten Sie bedenken, dass die meisten Katzen nicht gerne verreisen. Das Haus oder die Wohnung in der sie leben, ist ihr Revier. Es finden sich meist Verwandte oder Freunde, die den Vierbeiner gerne versorgen. Findet man keine Möglichkeit, seinen Hund entweder mitzunehmen oder bei verlässlichen Freunden unterzubringen, so bleibt der Weg zur Hundepension. Besonders leicht haben es Besitzer von Käfigvögeln, Meerschweinchen, Hamstern, Schildkröten und anderen Kleintieren. Hier findet sich in der Familie oder im Freundeskreis immer jemand, der die Pflege übernimmt. Wenn Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sicher sind kann es endlich soweit sein: Ihr neuer vierbeiniger Freund kommt ins Haus. Doch mit Hund, Katz´ oder Kleintier haben Sie nicht nur „Rechte“ auf Liebe, Treue und Freude am neuen Gefährten erworben, sondern auch „Pflichten“. Sie tragen ab nun die Verantwortung für Gesundheit und Wohlbefinden Ihres Hundes, Ihrer Katze oder Ihres Kleintieres.
|
|
|